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Die Buchkunst der Wiener Werkstättevon Franziska Damm |
Die Wiener Werkstätte GmbH war eine Produktionsgemeinschaft bildender Künstler. Gründungsmitglieder im Jahr 1903 waren Josef Hoffmann, Koloman Moser und der Industrielle Fritz Wärndorfer, der sich als Kunstmäzen so einen Namen machte.
Ziel der Werkstätte war die Erneuerung des Kunstbegriffes auf dem Bereich des Kunstgewerbes. Sie arbeitete hier mit der Wiener Secession und der Wiener Kunstgewerbeschule zusammen. Produziert wurden sowohl Alltagsgegenstände als auch Schmuck und Möbel. Das Ziel der Künstler war es so die gesamten Lebensbereiche eines Menschen als ein Gesamtkunstwerk künstlerisch zu vereinen. Zeitweise waren die Wiener Werkstätte so erfolgreich, dass Verkaufstellen in New York, Berlin und Zürich eingerichtet wurden. Von 1905 bis 1911 errichtete Gründer Josef Hoffmann das Palais Stoclet in Brüssel und das Sanatorium in Purkersdorf. Die Innenausstattungen stammten damals ausschließlich von der Wiener Werkstätte. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise kam es dann zum Einbruch der Verkaufszahlen, da die Zielgruppe, das Bürgertum, verarmte. 1926 konnte sich das Unternehmen nur knapp durch Ausgleich vor dem Konkurs bewahren. 1932 war der Bankrott dann nicht mehr abzuwenden.
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